Entscheidungsfindung

Soll ich oder soll ich nicht? Jeder von uns fällt täglich zahlreiche Entscheidungen, bewusst und unbewusst. Es fängt an mit der Entscheidung ob man beim Weckerklingeln direkt aufsteht oder doch noch kurz liegenbleibt und endet damit ob es nun schon Zeit ist zu Bett zu gehen oder eben nicht. Zu den Alltagsentscheidungen kommen dann noch Entscheidungen die im beruflichen Umfeld getroffen werden müssen. Gerade als Führungskraft sind oftmals weitreichende und auch schwierige Entscheidungen zu treffen z.B. Strategieänderungen, Investitionen, Personalentscheidungen. Gleiches gilt für das Privatleben. Ein Jobwechsel, ein Umzug oder eine Trennung können mithin weitreichende Folgen mit sich bringen.

Es gibt Methoden, die bei einer Entscheidungsfindung unterstützen können:

Pro und Contra Listen können dabei helfen sich einer Entscheidungsfindung zu nähern. Schreiben Sie auf was an der jeweiligen Entscheidung gut und was schlecht ist. Anhand der Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile erhalten Sie einen guten Überblick. Wichtig ist aber hierbei auch der Qualität der jeweiligen Argumente Aufmerksamkeit zu widmen. Denn gibt es einen Nachteil der für Sie in keinem Fall tragbar ist, können auch noch so viele kleine Vorteilsargumente hier keine Abhilfe schaffen.

Eine Entscheidungsmatrix könnte Ihnen helfen sich der Thematik rational zu nähern. Listen Sie alle Möglichkeiten und Kriterien auf, die für Ihre Entscheidung wichtig sind. Anhand von Punkten, die Sie allerdings ehrlich vergeben müssen, entsteht so eine Matrix die Ihnen zeigt, welche Option in welchem Bereich am besten oder schlechtesten abschneidet.

Ihr Bauchgefühl sollte keinesfalls übergangen werden. Das Bauchgefühl ist immer in Ihrer Persönlichkeit und Ihren gemachten Erfahrungen begründet und erkennt schnell was wirklich zu Ihnen passt. Lassen Sie sich nicht von anderen beirren, die dieses Bauchgefühl nicht nachvollziehen können. Zu oft werden Klarheiten durch andere zerredet und dadurch erst Unsicherheiten geschaffen.

Visualisieren Sie sich wie sich Ihr Umfeld, Ihr Leben und Ihre Persönlichkeit verändert haben werden, wenn Sie die jeweilige Entscheidungsoption verfolgen. Wie wirkt sich diese in ein paar Wochen, Monaten oder Jahren aus? Welche Entscheidungszukunft gefällt Ihnen am besten? Dies hilft Ihnen im Jetzt für sich zu erkennen, welche Entscheidung für Sie die richtig ist.

Eine Worst Case Analyse kann ebenfalls helfen. Oftmals fürchten wir uns vor den möglichen Folgen einer Entscheidung. Aber diese sind oft weniger schlimm als wir sie uns ausmalen. Nehmen Sie sich Zeit und schreiben Sie auf was das Schlimmste ist was die jeweilige Entscheidung bewirken kann. Am Ende werden Sie erkennen, dass Ihre Entscheidung weit weniger weitreichende Folgen haben wird, als Sie sich gedacht haben.

Zuletzt: Entscheidungen können revidiert werden. Sich dies bewusst zu machen ist hilfreich. Keine Entscheidung ist als endgültig zu verstehen. Für jede Entscheidung gilt selbstverständlich, dass man sich gegen andere Möglichkeiten entscheidet, aber die Möglichkeit doch noch eine andere Richtung einzuschlagen bleibt bestehen.

Mein Fazit: Niemand trifft immer die richtige Entscheidung, aber etwas zu entscheiden und dies gegebenenfalls revidieren zu müssen oder am Ende eine neue Lösung für eine vielleicht falsche Entscheidung zu finden, ist besser als nichts zu entscheiden aus Angst vor den Folgen. Denn nichts zu entscheiden bedeutet in jedem Fall Stillstand. Außerdem lernen Sie aus Ihren Entscheidungen, ob richtig oder falsch, und haben so künftig auch neue Entscheidungshilfen aufgrund neuer Erfahrungen.

Im Coaching gibt es einige weitere Tools die bei Entscheidungsfindungen helfen können. Gerne können wir gemeinsame die geeignete Methode zur Entscheidungsfindung für Sie erarbeiten. Melden Sie sich!